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Schneegolfen – jetzt wird’s aber verrückt!

Leidenschaftliche Golfer kennen keine Hindernisse….

Heute möchte ich Euch eine Sportart vorstellen, die man sicherlich nicht so schnell oder überhaupt nicht in Hamburg und Norddeutschland spielen kann. Aber beim Lesen bin ich zufällig darüber gestolpert und finde sie so großartig, dass ich darüber berichten MUSS. Einfach schon deshalb, weil ich selbst mehr darüber erfahren will.

Schnee- oder Eisgolf ist – wie der Name schon vermuten lässt – eine Variante des Golfsports, die nicht auf Rasen, sondern auf Schnee- und Eisflächen gespielt wird. Die Greens heißen nicht Greens, sondern Whites, da sie aus einer Eisfläche bestehen und hierfür speziell präpariert werden. Das Rough besteht aus Tiefschnee statt hohem Gras. Entsprechend sind die Bälle auch nicht weiß, sondern knallig bunt. In die Eis- oder Schneedecke werden Löcher gefräßt und genau wie auf einem grünen Golfplatz mit Fähnchen versehen. Auch im Schnee gelten die Regeln des „normalen“ Golfes. Allerdings werden insgesamt nur 9 Löcher gespielt, statt 18 auf dem grünen Parcour.

Und wer gedacht hat, dass hippe Youngsters sich dies bei einer Party ausgedacht haben, liegt weit daneben. Tatsächlich wurde das niederländische Kolf bereits im 17. Jahrhundert auf den zugefrorenen Kanälen gespielt und gilt somit als Urform des Schneegolfs. „Wiederentdeckt“ wurde das Eis-Golfen dann von einem Schweizer Golfer, der nach einer Möglichkeit gesucht hatte, auch im Winter seinem Sport nachgehen zu können. 

Seit 1999 werden sogar jährlich Weltmeisterschaften ausgetragen; die erste fand in Grönland statt. Generell sind die Weltmeisterschaften allerdings sehr wetterabhängig und mussten auch schon wegen zu warmer Winter abgesagt werden.

Wo kann gespielt werden? Auf den „normalen“ Golfplätzen eher weniger. Abgesehen davon, dass es in tieferliegenden Gebieten kaum ausreichend schneit, ist die Wintersaison die Winter-Ruhephase für den Golfplatz. Schon ab einer Temperatur von 4 Grad findet kein Wachstum der Gräser mehr statt. Kein Wachstum bedeutet aber auch keine Regeneration des Platzes. Geht jetzt jemand über das Gras, so bleibt es erst einmal platt. Um das zu vermeiden, muss man die Schnitthöhe des Grases anpassen, denn längeres Gras ist besser. Zu lang darf es allerdings auch nicht sein, da es nicht unter der eigenen Last zusammenknicken darf, was in manchen Fällen zu Schneeschimmel führen kann. Insgesamt bedeutet das großen Stress für den Greenkeeper. Insofern behalten sich viele Golfclubs vor, eine Winterpause einzulegen.

Gespielt werden kann und wird aber überall da, wo es im Winter richtig kalt wird – vorzugsweise in den Alpen. Für optimale Bedingungen werden hierfür entweder die Oberflächen zugefrorener Bergseen mit Schnee gefüllt und anschließend platt gewalzt oder ein abgestecktes Areal mit Planierraupen eingeebnet und damit bespielbar gemacht. Das Besondere an den speziell präparierten Schneeflächen ist, dass man statt zu Fuß oder dem Cart mit Ski und Snowboard von Loch zu Loch fährt.

Entscheidend ist, dass der Platz zwar hart gefroren, aber nicht rutschig ist, denn die Bälle müssen kontrolliert geschlagen werden. Die Platzpflege ist daher ausgesprochen wichtig und braucht wesentlich mehr Pflege als im Sommer.

Ein großer Spaß ist es aber auf alle Fälle! Und warme Kleidung nicht vergessen!!!

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